Die aktuellen Schrottpreise für die unterschiedlichen Schrottsorten in Form von Metallschrott, Stahlschrott und Elektronik-Schrott stehen unter täglichen Schwankungen.
Die zunehmende starke Belastung für die Wirtschaft in Form von steigenden Lohn- und Energiekosten, Finanzkrise und die erhöhte Nachfrage nach mineralischen Rohstoffen und den daraus angefertigten Materialien, die für viele Technologien von Nöten sind, machen der Industrie zu schaffen. Deutschland hält nur einige wenige und unzureichende mineralische Rohstoffvorkommen.
Zusätzlich sehen die Prognosen für viele Rohstoffe nicht gut aus, besonders bei den seltenen Erden wie z. B. Germanium, Rhenium, Antimon könnte die Versorgung knapp oder unbezahlbar für viele Unternehmen werden. Das betrifft noch viele weitere wichtige und weniger wichtige Metalle.
Industriemetalle müssen in großen Mengen importiert werden und die damit verbundene Abhängigkeiten und entstehenden Versorgungsengpässe treiben die Rohstoffpreise durch die starke Nachfrage in die Höhe und machen den Ankauf von Schrott und aufbereiteten Sekundärrohstoffen, die aus Schrott gewonnen wurden, für die Industrie attraktiv. Viel mehr noch, wo früher Geld für die Schrottentsorgung gezahlt werden musste, lässt sich jetzt der nicht gebrauchte Schrottabfall leicht als bezahlter Zweitrohstoff wieder verkaufen oder selbst wiederverwerten.
Aus diesem Grund ist das Recyceln von den unterschiedlichen Schrottsorten für die Industrie nicht nur aus Umweltsicht enorm wichtig, die effiziente Versorgung mit sekundären Rohstoffen ist auch aus Kostengründen immer wichtiger. Der konsequente Ausbau von der Schrotterfassung, Schrottrücknahme, Schrottaufbereitung und Schrottwiederverwertung schreitet daher schnell voran.
Die Sekundärrohstoffwirtschaft spielt heute schon eine wichtige Rolle bei der Demontage und Wiederaufbereitung von Schrott. Die gezahlten Schrottpreise sind auf einem sehr guten Niveau für kleine und große Händler.
Die strategische Bedeutung von Schrott und den darin verarbeiteten Materialen in Form von Metallen wie Kupfer, Blei, Messing, Zink, Aluminium, Gold, Zinn oder Eisen bestimmen stark über den Schrottpreis. Der an den Rohstoffen Börsen gehandelte Preis für die Rohstoffe oder Ersatz- und Sekundärrohstoffe wird allerdings nur bei wenigen Schrotthändlern für Schrott gezahlt und liegt oft weit darunter.
Das hat mit vielen unterschiedlichen Faktoren zu tun. Die Schrotthändler verkaufen ihren Schrott weiter an Großhändler, die für die jeweiligen Schrottsorten unterschiedliche Richtlinien und Bestimmungen haben, nach denen auch die Schrotthändler und Wiederverkäufer bezahlt werden.
Grundsätzlich sollten Metalle von allen Fremdstoffen gereinigt werden, denn so erhält man einen höheren Schrottpreis für dieses Material. Schrott sollte auch grundsätzlich sortiert und getrennt werden, dann gibt es vom Schrotthändler einen besseren Preis für die sauber getrennten Schrottsorten.
Der Schrottentsorger und Schrottwiederverwerter muss den Schrott abwiegen und zuordnen. Wer als Verkäufer seinen Schrott in die vielen Schrottsorten wie Mischschrott oder Schreddervormaterial, Scherenschrott oder Schneidschrott, Gussschrott, Hartmetallschrott, Stahlschrott oder Sorte3 einordnet, der kann den Schrottpreis weiter steigern und gegebenenfalls noch weiter Sortieren.
Die weitere Trennung und Reinigung einzelner Materialen kann den Preis vervielfachen, besonders bei Kupfer, Zinn und Messing. Eine Steigerung durch Trennung von material und Demontage kann unter anderem auch Elektroschrottpreise weiter steigern, da die Einzelteile oft getrennt mehr wert sind, als im Ganzen verbaut, denn Elektronikschrott enthält zusätzlich noch seltene Metalle.
Schrottpreise
Die angegeben Schrottpreise sind als Richtpreise zu sehen und können je nach Schrotthändler und Rohstoffpreisen an den Rohstoffbörsen stark variieren. Der Metall und Schrottpreis hängt auch stark von der eingelieferten Qualität und Reinheit des Schrott-Materials bei den Schrotthändlern ab.
Schrottpreise in Euro je Tonne
Mischschrott / Schreddervormaterial Preise: 80 – 167 Euro
Scherenschrott / Schneidschrott Preise: 110 – 179 Euro
Sorte3 Schrott / Schwerer Brennschrott Preise: 150 – 230 Euro
Moniereisen Preise: 120 – 187 Euro
Gussschrott Preise: 70 – 166 Euro
Hartmetallschrott Preise: 8.000 – 11.000 Euro
VA(Nirosta) Schrott Preise: 800 – 1.220 Euro
Zinnpreise: 5.000 – 9.500 Euro
Zinkpreise: 350 – 800 Euro
Bleipreise: 200 – 1.000 Euro
Kupferpreise: 3.400 – 5.100 Euro
Messingpreise: 2.335 – 3.200 Euro
Aluminiumpreise: 610 – 1.300 Euro
Von Region zu Region und Schrotthändler und Entsorger kann es neben den unterschiedlichen Schrottpreise noch unterschiedliche Bezeichnungen für Schrottsorten geben und die Sortierung in einigen Fällen von den gängigen Sortierungen von Schrott abweichen.
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